| 6./7.
Jh. |
Slawische
- kroatische Einwanderung in das Gebiet des heutigen Bosnien
und Herzegowina. |
| 925 |
Krönung
des kroatischen Fürsten TOMISLAV am Duvno-Feld zum ersten
kroatischen König.
Bis zum späten
Mittelalter verläuft durch das Gebiet der Diözese Banja Luka
die Grenze zwischen " Weiß-Kroatien" und "Sava-Kroatien".
Später gehört dieses Gebiet zur pannonischen Banschaft des
kroatischen Königreichs. |
| 10./11.
Jh. |
Zum
kroatischen Königreich gehört auch das Gebiet des heutigen
Bosnien und Herzegowina. |
| 1102 |
Ein
Regent in Personalunion König von Kroatien und von Ungarn. |
| 1180 |
Das
bosnische Fürstentum umfaßt den mittleren Teil des heutigen
Bosnien um Sarajevo. Erster Fürst war Kulin Banus. |
| 1353-1391 |
Unter
dem ersten bosnischen König Stjepan Tvrtko I. erlebt das bosnische
Fürstentum seine Blüte. |
| 1463 |
Bosnien
befindet sich größtenteils unter türkischer Herrschaft. Der
letzte bosnische König Stjepan Toma¹eviæ wird in der Königsstadt
Jajce ermordet. |
| 1464 |
Zur
erfolgreicheren Verteidigung gegen die Türken gründete der
ungarisch-kroatische König Mattias I. Corvinus (Hunyadi) die
Banschaften Jajce und Srebrenica (im nördlichen Teil des heutigen
Bosniens). |
| 1482 |
Die
Herzegowina fällt unter türkische Herrschaft. |
| 1528 |
Die
Königsstadt Jajce (Banja Luka u.a.) wird durch die Türken
erobert. |
| 1582 |
Bosnien
und Herzegowina werden zu einem "Paschalik" (Amtsbezirk
eines Paschas) im Osmanischen Reich vereint. |
| 1592 |
Die
kroatische Königsstadt Bihaæ wird durch die Türken erobert. |
| um
1700 |
Die
Grenzen zwischen dem Osmanischen Reich (dem Bosnischen Paschalik)
und der Habsburger Monarchie stabilisieren sich. Während der
türkischen Herrschaft - sogar noch bis 1878 (!) - gebrauchten
europäische Kartographen für das Gebiet Nordwestbosnien (Diözese
Banja Luka) die Bezeichnung "Croatia Turcica" (türkisches
Kroatien). |
| 1839 |
Nach
anti-türkischen Aufständen wird die Selbstverwaltung Bosniens
aufgelöst. |
| 1878 |
Infolge
des Berliner Kongresses werden Bosnien und Herzegowina durch
Österreich-Ungarn besetzt. |
| 1908 |
Bosnien
und Herzegowina werden von Österreich-Ungarn annektiert. |
| 1912/13 |
Balkankriege:
Serbien versucht vergeblich, Bosnien und Herzegowina zu erobern. |
| 28.06.1914 |
Das
österreichisch-ungarische Thronfolgerpaar wird in Sarajevo
durch den serbischen Nationalisten Gavrilo Princip ermordet. |
| 1918 |
Die
österreichisch-ungarischen Monarchie zerfällt. Es entsteht
das "Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen",
ein neuer Staat unter hegemonialer Führung Belgrads. Zum ersten
Mal in der Geschichte bilden die Teile der Monarchie, Bosnien
und Herzegowina, Kroatien und Slowenien zusammen mit Serbien
und Montenegro einen Staat. |
| 1929 |
Proklamation
des Königreiches Jugoslawien - Diktatur des serbischen Königs
Alexander. |
| 1939 |
Mit
dem "Sporazum" (Cvetkoviæ-Maèek) vereinbaren Serben
und Kroaten die Teilung des Gebietes Bosnien und Herzegowina
in serbisch und kroatisch dominierte Banschaften. |
| 1941 |
Deutsche
Truppen erobern das Königreich Jugoslawien. Das Gebiet von
Bosnien und Herzegowina wird in den neuausgerufenen, von Deutschland
abhängigen "Unabhängigen Staat Kroatien" eingegliedert. |
| 1942 |
In
Bihaæ konstituiert sich der "Antifaschistische Rat der
Volksbefreiung Jugoslawiens" (AVNOJ)... |
| 29.11.1943 |
In
Jajce, der ehemaligen bosnischen Königsstadt, legt der AVNOJ
die Grundlage für ein föderatives und sozialistisches Nachkriegs-Jugoslawien. |
| 25.11.1945 |
Konstituierung
der "Volksrepublik Bosnien und Herzegowina" (NRBiH)
- mit den heutigen Grenzen. |
| 29.11.1945 |
Proklamierung
der "Föderativen Volksrepublik Jugoslawien" (FNRJ). |
| 1963 |
Die
neue bosnisch-herzegowinische Verfassung führt die Muslime
erstmals als eigenes "Volk" auf. |
| 1971 |
Bei
der Volkszählung können sich Muslime erstmals offiziell als
"Muslime im Sinne einer Nation" registrieren lassen,
was ca. 800.000 auch tun. |
| 1974 |
Die
neuen Bundes (SFRJ) - und Republikverfassungen zeigen starke
Tendenzen zur Dezentralisierung. |
| 04.05.1980 |
Marschall
Tito stirbt. |
|
A) Für das Gebiet Bosnien und Herzegowina |
| bis
6. Jh
(Ankunft d.Kroaten) |
Es
existieren archäologische Funde von über 60 Kirchen aus dieser
Zeit. |
| 996-999 |
Gründung
des Bistums Trebinje (heutige Ostherzegowina). |
| 1089 |
Gründung
des Bistums Bosnien mit Sitz im Dorf Brdo (beim heutigen Sarajevo). |
| um
1240 |
Bau
der Kathedrale des Hl. Petrus und des Kapitels im Dorf Brdo. |
| 1233 |
Mitglieder
des Dominikanerordens kommen nach Bosnien. |
| 1252 |
Der
Bischof von Bosnien verlegt wegen der Drohungen der "Bosnischen
Christianen" ("Bogomilen", "Patarenen")
den Bistumssitz nach Ðakovo (Slawonien - Kroatien). |
| 1291 |
Mitglieder
des Franziskanerordens kommen nach Ostbosnien. |
| bis
15. Jh.
(Ankunft d. Türken) |
Bosnien
hat ca. 800.000 Einwohner, davon 700.000. Katholiken und 100.000
"Bosnische Christianen". Vor der türkischen Okkupation
(1463) befinden sich auf dem bosnischen Gebiet 45 Klöster
des Franziskanerordens. |
| 1463 |
Die
Türken zerstören 38 Franziskanerklöster und -gebäude. |
| 1463 |
Pater
Anðeo Zvizdoviæ erhält vom Sultan (wenigstens auf dem Papier)
den "Ahdnamu" - Sultanserlaß für die Sicherheit
der Franziskaner und der katholischen Gläubigen auf dem Gebiet
des Sultanats.
Nach 1463 beginnt die bosnische Islamisierung - "bosnische
Christianen" - "Paterenen" und ein Teil der
Katholiken treten zum Islam über. |
| 16.-17
Jh. |
Besonders
starke Welle der Islamisierung. |
| 17.-18
Jh. |
Es
existieren nur noch drei Franziskanerklöster auf dem Gebiet
Bosnien (Kraljeva Sutiska, Kre¹evo und Fojnica - alle in Zentralbosnien). |
| Ende
17. Jh. |
mehr
als 90% der katholischen Bevölkerung mußte das Gebiet Bosnien
verlassen. |
| 1846 |
Begründung
des Apostolischen Vikariats für die westliche Herzegowina. |
| 1881 |
Wiedererneuerung der kirchlichen Hierarchie für das gesamte
bosnische Gebiet - Erzbistum Sarajevo und drei Bistümer: Banja
Luka, Mostar und Trebinje. |
| 1882 |
Gründung
des Knabenseminars in Travnik. |
| 1893 |
Gründung
des Priesterseminars und der Theologischen Hochschule in Bosnien
- der ersten Hochschulinstitution in Bosnien und Herzegowina. |
| 20.08.1992 |
Aufnahme
diplomatischer Beziehungen zwischen dem Vatikan und Bosnien
und Herzegowina. |
| 1994 |
Ernennung
des Erzbischofs von Sarajevo, Vinko Puljiæ, zum ersten Kardinal
von Bosnien und Herzegowina. |
| 1994 |
Gründung
der Bischofskonferenz von Bosnien und Herzegowina. |
| 1991-1995 |
Vertreibung
von mehr als 430.000 Katholiken aus Bosnien und Herzegowina
(viele von ihnen trotz deren ausgesprochen friedfertiger Haltung). |
| |
|
|
B) Für das Gebiet des Bistums Banja Luka |
| 4.
Jh. |
Archäologische
Funde von frühchristlichen Basiliken auf dem weiteren Gebiet
von Banja Luka (Blagaj, Japra, Mrkonjiæ Grad...). |
| 5.-6.
Jh. |
Bischofssitz
im Ort Baloe (zwischen Banja Luka und Mrkonjiæ Grad). |
| bis
1094 |
Das
Gebiet um Banja Luka untersteht kirchlich dem Erzbistum -
der Metropolie Split (Kroatien). |
| von
1094-1735 |
Das
Gebiet um Banja Luka untersteht kirchlich dem Bistum Zagreb
(Kroatien). |
| 1273 |
Erste
urkundliche Erwähnung der Pfarrei und des Pfarrers auf dem
Gebiet des heutigen Banja Luka. |
| 12.-15.
Jh. |
In
der breiteren Region Banja Luka befinden sich 25 Klöster,
ca. 200 Pfarrei- und andere Kirchen. |
| 1334 |
Auf
dem Gebiet des heutigen Banja Luka befinden sich drei katholische
Kirchen. |
| 16.-19,
Jh. |
"Islamisierung" und "Orthodoxisierung"
eines Teils der katholischen Bevölkerung, der nicht in das
von der türkischen Herrschaft befreite Kroatien (nach 1699)
geflüchtet ist. |
| Anfang
des 18. Jh. |
Nach
der türkischen Niederlage vor Wien (1883) neue Vertreibung
der Katholiken aus der breiteren Region Banja Luka - es bleiben
nur fünf dezimierte Pfarreien übrig. |
| 1735 |
Das
Gebiet des heutigen Bistums Banja Luka wird ein Teil des neugegründeten
Apostolischen Vikariats für Bosnien und Herzegowina (außer
des Gebietes des Bistums Trebinje) - bis 1881. |
| 1881 |
Gründung
des Bistums Banja Luka innerhalb der Kirchenprovinz Vrhbosna
zusammen mit dem Erzbistum Sarajevo und den Bistümern Mostar
und Trebinje. |
| 1941-1945 |
Ein
Drittel der Pfarreien des Bistums Banja Luka wird völlig zerstört,
viele Pfarreien dezimiert, 10 Diözesanpriester, 12 Ordensgeistliche
und 5.000 Zivilisten (Katholiken) werden ermordet. |
| 1945-1990 |
Permanente
Reduzierung der katholischen Bevölkerung durch das glaubensfeindliche
politische Regime. |
| Oktober
'89 |
Zwischen
Serbien und Bosnien kommt es zu einem bis dahin in Jugoslawien
einmaligen Konflikt. |
| 16.11.90 |
Bei
den Wahlen in Bosnien und Herzegowina wählen die Angehörigen
der drei großen Volksgruppen, der Muslime (43%), der Serben
(32%) und der Kroaten (17%), ihre jeweiligen Nationalparteien.
Die Muslime stellen den Republikspräsidenten, die Serben den
Parlamentspräsidenten und die Kroaten den Regierungschef. |
| 10.06.91 |
Bosnische
Muslime rufen in einer Proklamation alle bosnischen Nationen
auf, sich für eine einheitliche Republik einzusetzen. |
| 27.06.91 |
In
Bosnien wird die erste "Serbische Autonome Region"
gegründet. Sechs weitere autonome Gebiete werden während der
folgenden Monate ausgerufen. |
| 24.08.91 |
Erstmals
Gefechte in Bosnien und Herzegowina. Die Kämpfe in Kroatien
greifen auf bosnische Grenzstädte über. |
| 27.08.91 |
Die
Wehrdienstzeit wird verlängert. Die Mütter der Soldaten stürmen
das bosnische Parlament und verlangen die Entlassung ihrer
Söhne aus der Armee. |
| 15.10.91 |
Das
bosnische Parlament verabschiedet ein Memorandum zur Unabhängigkeit
Bosnien und Herzegowinas innerhalb des jugoslawischen Staatenverbundes.
Die serbischen Abgeordneten stimmen nicht mit ab. |
| 10./11.11.91 |
Die
bosnischen Serben stimmen in einer Volksabstimmung für einen
gemeinsamen Staat mit Serbien, Montenegro und der "Serbischen
Republik Krajina". |
| 12.11.91 |
Zehntausende
Menschen fordern bei einer Demonstration in Sarajevo vom Parlament
ein Konzept für das friedliche Zusammenleben in der Republik. |
| 23.12.91 |
Bosnien
und Herzegowina beantragt seine Anerkennung durch die EG. |
| 09.01.92 |
Bosnische
Serben rufen eine "Serbische Republik in Bosnien und
Herzegowina" aus. |
| 22.01.92 |
Der
bosnische Präsident Izetbegoviæ fordert erneut die vorsorgliche
Stationierung von "Blauhelmen" in Bosnien und Herzegowina. |
| 25.01.92 |
Den
Beschluß des bosnischen Parlaments, ein Referendum über die
Unabhängigkeit durchzuführen, bezeichnet der SDS-Vorsitzende
(Serbische Demokratische Partei) Dr. Radovan Karad¾iæ als
"Kriegserklärung" an die Serben. |
| 06.02.92 |
Die
Türkei erkennt Bosnien und Herzegowina an. |
| 29.02./01.03.92 |
99,4%
der Wähler entscheiden sich beim Referendum für die Unabhängigkeit
von Bosnien und Herzegowina. Die Serben boykottieren den Urnengang
mehrheitlich.
In der Region um Mostar kommt es zu schweren Auseinandersetzungen
zwischen den jugoslawischen Streitkräften und kroatischen
und serbischen Milizen. Kämpfe flammen in allen Teilen des
Landes auf. |
| 03.03.92 |
Der
bosnische Präsident verkündet die Unabhängigkeit der Republik
Bosnien und Herzegowina. |
| 17.03.92 |
Unter
Vermittlung der EU verständigen sich Muslime, Serben und Kroaten,
Bosnien und Herzegowina in Kantone mit eigener Autonomie aufzuteilen.
Die Republikgrenzen sollen nicht verändert werden, die der
Kantone sollen von einem Ausschuß festgelegt werden. |
| 27.03.92 |
Die
bosnischen Serben gründen die "Serbische Republik Bosnien
und Herzegowina" (Republika Srpska) und geben sich eine
eigene Verfassung, die ihre Siedlungsgebiete als Bestandteil
Jugoslawiens bezeichnet. |
| 06.04.92 |
USA
und EU erkennen Bosnien und Herzegowina an.
Nach der Anerkennung
treten die bosnischen Serben in den Republiksgremien von ihren
Ämtern zurück. Noch am selben Tag verkündet die "Republika
Srpska " ihre Unabhängigkeit.
Bei Friedensdemonstrationen in Sarajevo schießen serbische
Heckenschützen auf Demonstranten.
Gleichzeitig eskalieren die Kämpfe zwischen den verschiedenen
Gruppen. Das bosnische Republikpräsidium verhängt den Ausnahmezustand
und übernimmt den Oberbefehl über die Territorialverteidigung,
die bis dahin den jugoslawischen Streitkräften unterstand. |
| 06.05.92 |
Das
Staatspräsidium legt den Oberbefehl über die jugoslawischen
Streitkräfte in Bosnien und Herzegowina nieder und fordert
die aus Serbien und Montenegro stammenden Soldaten auf, die
Republik bis zum 18. Mai zu verlassen. Ein Großteil der Waffen
geht an die bosnisch-serbischen Truppen. |
| 10.05.92 |
Präsident
Izetbegoviæ bittet die UNO um militärischen Beistand. |
| 10.05.92 |
Der
UNO-Sicherheitsrat (Resolution 752) verlangt das sofortige
Ende der Kämpfe und der Einmischung durch Verbände der jugoslawischen
Streitkräfte und der kroatischen Armee. |
| 12.05.92 |
Dr.
Radovan Karad¾iæ wird vom Parlament der "Republika Srpska"
als Staatspräsident eingesetzt. Eine eigene Armee wird aufgestellt. |
| 20.05.92 |
Die
bosnische Regierung erklärt die jugoslawischen Streitkräfte,
die entgegen ihren Zusagen die Republik nicht verlassen haben,
zur Besatzungsarmee und kündigt die Gründung einer bosnische
Armee an. |
| 22.05.92 |
Bosnien
und Herzegowina wird neben Slowenien und Kroatien bei der
46. Sitzung der UNO-Generalversammlung in die Vereinten Nationen
aufgenommen. |
| 27.05.92 |
Bei
einem schweren Artillerieangriff auf die Innenstadt von Sarajevo
finden 16 Menschen den Tod und 114 werden verletzt. Die meisten
von ihnen hatten sich während einer Kampfpause um Brot angestellt. |
| 30.05.92 |
Mit
Resolution 757 verhängt der UNO-Sicherheitsrat Wirtschaftssanktionen
gegen Serbien und Montenegro. |
| 08.06.92 |
Der
UNO-Sicherheitsrat beschließt die Stationierung von
UNPROFOR-Soldaten in Sarajevo (Resolution 758). |
| 20.06.92 |
Das
bosnische Republikspräsidium ruft den Kriegszustand aus.
Die Kämpfe konzentrieren sich auf die ostbosnischen muslimischen
Enklaven, die Region um Mostar und den Nordkorridor Brèko.
Die Zahl der Flüchtlinge steigt rasant. Innerhalb Jugoslawiens
gelten 2,5 Millionen Menschen als vertrieben. |
| 03.07.92 |
Die
Kroaten bilden in Mostar eine "Kroatische Gemeinschaft
Herceg-Bosna", die von Mate Boban geführt wird. |
| 21.07.92 |
Kroatiens
Präsident Tuðman und Bosniens Präsident Izetbegoviæ schließen
in Zagreb ein Verteidigungsbündnis. Am 23.09.92 vereinbaren
sie, ihre Verteidigungsmaßnahmen gegen die Serben zu koordinieren. |
| 02.08.92 |
Der
Journalist Roy Gutman berichtet erstmals über Massenmorde
und Internierungslager und ruft weltweite Bestürzung hervor. |
| 14.08.92 |
Der
UNO-Sicherheitsrat genehmigt den Einsatz von internationalen
Truppenverbänden zum Schutz von Hilfstransporten in Bosnien
und Herzegowina. Der Pole Tadeusz Mazowiecki wird Leiter einer
Kommission, die die Lage in den Gefangenen- und Flüchtlingslagern
der kriegführenden Parteien klären soll. |
| 25.-27.08.92 |
Lord
Owen übernimmt das Amt des EU-Vermittlers von Lord Carrington.
Die Teilnehmer
der Jugoslawien-Konferenz einigen sich auf eine Anerkennung
von Bosnien und Herzegowina durch alle Republiken des früheren
Jugoslawien, sowie der jetzigen Grenzen und die Respektierung
der Minderheiten. |
| 31.08.92 |
Tadeusz
Mazowiecki legt einen Bericht vor über die von den Kriegsparteien
begangenen Menschenrechtsverletzungen. |
| 22.09.92 |
NATO-Generalsekretär Manfred Wörner erklärt, daß die Allianz
unter einem UNO-Mandat ein Friedensabkommen in Bosnien mit
rund 50.000 Soldaten sichern würde. |
| 07.10.92 |
Mit
der Eroberung der Stadt Bosanski Brod schafft sich die serbische
Armee einen strategisch wichtigen Landkorridor von Serbien
über Nordbosnien in die besetzten Gebiete Kroatiens. |
| 09.10.92 |
Die
Resolution 781 des UN-Sicherheitsrates verbietet Militärflüge
im Luftraum über Bosnien und Herzegowina. |
| 19.10.92 |
In
Zentralbosnien beginnen Kampfe zwischen den bisher verbündeten
Kroaten und Muslimen. |
| 28.10.92 |
Die
Vermittler Vance und Owen legen dem UN-Sicherheitsrat einen
Verfassungsentwurf für Bosnien und Herzegowina vor, der eine
gemeinsame Republik für die drei Bevölkerungsgruppen vorsieht. |
| 01.11.92 |
Die
"Republika Srpska" beschließt ihren Zusammenschluß
mit der "Serbischen Republik Krajina". |
| 11.12.92 |
Die
NATO erklärt ihre Bereitschaft, auf Ersuchen der UNO in Bosnien
und Herzegowina militärisch einzugreifen. |
| 18.12.92 |
Die
UNO-Generalversammlung spricht sich für die Aufhebung des
Waffenembargos gegen Bosnien und Herzegowina aus. Der UN-Sicherheitsrat
äußert sich bestürzt über Vergewaltigungen von Frauen in
Bosnien und fordert die sofortige Auflösung aller Internierungslager
(Resolution 798). |
| 03.01.93 |
Die
Vermittler von UNO und EU legen den nach ihnen benannten "Vance-Owen-Plan"
vor. Er umfaßt die Neugliederung von Bosnien und Herzegowina
in zehn Provinzen, einen Verfassungsentwurf und ein Waffenstillstandsabkommen.
Tuðman und Boban unterzeichnen alle drei Dokumente am 4. Januar.
Am 12. Januar stimmt Karad¾iæ dem Plan zu. |
| 20.01.93 |
Das
bosnisch-serbische Parlament in Pale lehnt die Provinzgrenzen
ab, so daß Karad¾iæ am 30.01.93 nur den Verfassungsentwurf
und das Waffenstillstandsabkommen unter zeichnet. |
| 22.02.93 |
Ein
internationaler Gerichtshof soll die für die Kriegsverbrechen
in Bosnien und Herzegowina Verantwortlichen verfolgen (Resolution
808). |
| 20.03.93 |
Bosnien
und Herzegowina erhebt vor dem internationalen Gerichtshof
(ICH) in Den Haag Klage gegen die Bundesrepublik Jugoslawien
(SRJ) wegen Völkermords. |
| 25.03.93 |
Alija
Izetbegoviæ unterschreibt den "Vance-Owen-Plan". |
| 29.03.93 |
Tuðman
und Izetbegovic einigen sich auf die Bildung eines gemeinsamen
Oberkommandos über die bosnische Armee und die kroatischen
Milizen. |
| 01.04.93 |
Der
UNO-Sicherheitsrat ermächtigt die Mitgliedsstaaten, in sieben
Tagen mit allen Mitteln das Flugverbot durchzusetzen. Flugzeuge,
die dagegen verstoßen, dürfen notfalls abgeschossen werden
(Resolution 816). |
| 08.04.93 |
Der
IGH fordert die SRJ auf, Maßnahmen gegen den Völkermord zu
ergreifen. |
| 12.04.93 |
NATO-Flugzeuge
beginnen mit der Überwachung des Flugverbots. |
| 15.04.93 |
Izetbegoviæ
zieht seine Unterstützung des "Vance-Owen-Plans"
zurück. |
| 16.04.93 |
Nach
monatelangen Kämpfen kapitulieren die Muslime der ostbosnischen
Stadt Srebrenica vor den serbischen Truppen. |
| 25.04.93 |
Izetbegoviæ
und Kroatenführer Boban schließen einen Waffenstillstand und
vereinbaren eine gemeinsame militärische Kommandostruktur. |
| 26.04.93 |
Das
selbsternannte Serben-Parlament in Pale lehnt den "Vance-Owen-Plan"
ab. Ein Referendum soll die endgültige Entscheidung bringen. |
| 02.05.93 |
Der
ehemalige norwegische Außenminister Thorvald Stoltenberg löst
Cyrus Vance als UNO-Vermittler ab. |
| 06.05.93 |
Die
bosnischen Städte Sarajevo, Tuzla, Gora¾de, Bihaæ und Srebrenica
werden zu "Sicherheitszonen" erklärt (Resolution
824). |
| 15./16.05.93 |
96%
der bosnischen Serben lehnen den "Vance-Owen-Plan"
in einem Referendum ab. |
| 20.05.93 |
In
einem neuen Bericht klagt Tadeusz Mazowiecki die Kroaten der
Massaker an Muslimen an. Die bosnischen Serben haben mittlerweile
70% Bosniens erobert. |
| 15.06.93 |
Bei
den Genfer Friedensverhandlungen einigen sich Milo¹eviæ und
Tuðman darauf, Bosnien und Herzegowina in eine Konföderation
von drei unabhängigen Staaten umzuwandeln. Lord Owen erklärt
daraufhin den" Vance-Owen-Plan" für gescheitert. |
| 28.06.93 |
Serbenführer
Karad¾iæ droht mit der Zweiteilung des Landes, wenn die Muslime
einer Dreier-Konföderation nicht zustimmen. |
| 19.07.93 |
Die
EU-Außenminister drohen Kroatien wegen seiner Verstrickung
in den bosnischen Krieg mit Wirtschaftssanktionen. |
| 18.08.93 |
Die
bosnischen Kriegsparteien einigen sich darauf, Sarajevo zu
entmilitarisieren und für eine Übergangszeit unter UNO-Kontrolle
zu stellen. |
| 20.08.93 |
Owen
und Stoltenberg legen einen Dreiteilungsplan vor: 52% für
die Serben, 31% für die Muslime und 17% für die Kroaten.
Sarajevo und Mostar sollen einen Sonderstatus erhalten.
Die bosnischen
Serben stimmen dem "Owen-Stoltenberg-Plan" zu, die
Kroaten fordern einige Änderungen und die Muslime Neuverhandlungen
über die Grenzen der Teilstaaten. Das Parlament der bosnischen
Kroaten erklärt die "Kroatische Gemeinschaft Herceg-Bosna"
zur Republik. |
| 27.09.93 |
Der
muslimische Rebellenführer Fikret Abdiæ ruft die Enklave um
Bihaæ zur "Autonomen Provinz Westbosnien" aus. |
| 29.09.93 |
Im
bosnischen Parlament erhält der "Owen-Stoltenberg-Plan"
keine Mehrheit. |
| 09.11.93 |
In
Mostar wir die "Alte Brücke" durch Granaten der
kroatischen Truppen zerstört. |
| 29.12.93 |
Kroatiens
Verteidigungsminister Gojko ©u¹ak kündigt eine Militärintervention
in Bosnien und Herzegowina für den Fall an, daß die Muslime
ihre Angriffe auf kroatische Orte fort setzen.
Im Laufe des Herbstes tobten in Zentralbosnien, Nord- und
Ostbosnien heftige Kämpfe zwischen den drei Gegnern. |
| 21.01.94 |
UNO-General
Sekretär Boutros Ghali will Luftangriffe der NATO auf die
bosnischen Serben genehmigen. In den vergangenen Wochen nahmen
die Kämpfe in den sogenannten Schutzzonen zu |
| 31.01.94 |
Die
Militärführung der bosnischen Serben ordnet die Generalmobilmachung
an. |
| 03.02.94 |
Der
UN-Sicherheitsrat droht mit Sanktionen, falls Kroatien nicht
binnen zwei Wochen mit dein Abzug seiner Soldaten aus Bosnien
und Herzegowina beginnt. Die kroatische Armee unterstützt
die bosnisch-kroatischen Streitkräfte auch finanziell und
materiell. |
| 08.02.94 |
Mate
Boban, Präsident der selbsternannten "Republik Herceg-Bosna",
tritt offiziell zurück. |
| 09.02.94 |
Der
NATO-Rat fordert die Kriegsparteien ultimativ auf, die schweren
Waffen bis 20 Kilometer vor Sarajevo abzuziehen bzw. sie unter
UN-Kontrolle zu stellen, ansonsten werde die NATO die Siellungen
der Serben aus der Luft angreifen. Die EU-Außenminister sprachen
sich schon am 07.02. für Luft
angriffe aus. Die russische Regierung verurteilt das NATO-Ultimatum. |
| 17.02.94 |
Die
bosnischen Serben beginnen mit dem Abzug ihrer schweren Waffen
um Sarajevo. Die Nato stellt am 22.02. fest, daß ein Großteil
der schweren Waffen in und um Sarajevo von den Serben und
Muslimen abgezogen bzw. unter Kontrolle der UNO-Truppen gestellt
wurde. |
| 23.02.94 |
In
Zagreb vereinbaren die bosnische Regierung und die bosnischen
Kroaten einen Waffenstillstand. |
| 28.02.94 |
NATO-Jagdflugzeuge schießen vier serbische Kampfflugzeuge
ab, die das Flugverbot über Bosnien verletzt hatten. |
| 02.03.94 |
Bei
Verhandlungen in Washington einigen sich die bosnischen Muslime
und Kroaten darauf, in Bosnien und Herzegowina eine Föderation
zu bilden.
Tuðman und
Izetbegoviæ unterzeichnen am 18. März das Föderationsabkommen. |
| 29.03.94 |
Beginnn
einer Offensive der bosnischen Serben im Raum Gora¾de. |
| 26.04.94 |
Erste
Sitzung der neugebildeten Bosnien-Kontaktgruppe (USA, Großbritannien,
Frankreich, Deutschland und Rußland). |
| 31.05.94 |
Die
Verfassung der bosnisch-kroatischen Föderation tritt in Kraft,
K. Zubak wird zum Präsidenten und E. Ganiæ zum Vizepräsidenten
gewählt. |
| 05.07.94 |
Die
Bosnien-Kontaktgruppe legt einen Friedensplan mit einer Landkarte
zur Teilung Bosniens vor: 51% für die bosnisch-kroatische
Föderation und 49% für die Serben. |
| 23.07.94 |
Hans
Koschnik beginnt seine Mission als Beauftragter der EU für
Mostar. Er soll die beiden getrennten Stadthälften wieder
zusammenbringen. |
| Ende
Juli '94 |
Die
bosnisch-kroatische Föderation und Rest-Jugoslawien stimmen
dem Plan der Bosnien-Kontaktgruppe zu. Trotz Druck aus Belgrad
lehnen ihn die bosnischen Serben jedoch ab. |
| 04.08.94 |
Die
Regierung der "Bundesrepublik Jugoslawien" schließt
die Grenzen zu den serbischen Gebieten in Bosnien und bricht
alle politischen und wirtschaftlichen Beziehungen ab. Da
mit wendet sie sich gegen die erneute Ablehnung des inter
nationalen Friedensplans durch das Parlament der bosnischen
Serben in Pale am Vortag. |
| 28.08.94 |
Die
bosnischen Serben lehnen in einem Referendum den Friedensplan
für Bosnien und Herzegowina mit über 90% der Stimmen ab. |
| Herbst
'94 |
Die
Enklave Bihaæ wird zunehmend umkämpft. Damit wird zum zweiten
Mal eine Schutzzone angegriffen. Nach gelungenen Offensiven
der bosnischen Armee gegen Fikret Abdiæ und gegen die bosnischen
Serben gelingt es den bosnische» Serben, mit Unterstützung
der Krajina-Serben wieder an Boden zu gewinnen. |
| 21.11.94 |
Nach
Angriffen der Krajina-Serben auf Bihaæ am 18./19.11.94 fliegt
die NATO ihren ersten Luftangriff. Die Kämpfe gehen jedoch
unvermindert weiter. |
| Juli
'95 |
Die
bosnischen Serben greifen unter General Mladic die UN-Schutzzonen
Srebrenica und Zepa an. Die Blauhelme können die Menschen
jedoch nicht schützen. Hauptsächlich Frau en und Kinder können
fliehen. Tausende Männer wurden hingerichtet |
| August
'95 |
Die
Londoner "Times" veröffentlicht eine Karte, die
Tuðmans Teilungspläne von Bosnien und Herzegowina zeigt. Das
Land würde demnach unter Serben und Kroaten aufgeteilt. Ostslawonien
ginge an die Serben, Sarajevo an die Kroaten. |
| 21.11.95 |
In
Dayton enden die Verhandlungen zwischen den Konfliktparteien
und den Vermittlern der EU, USA und den Mitgliedern der Bosnien-Kontaktgruppe
mit einem Friedensvertrag für Bosnien und Herzegowina. Bis
zur Unterzeichnung wer den ständig Forderungen nach Neu-
bzw. Nachverhandlungen laut und es gibt Versuche, militärisch
Fakten zu schaffen. |
| 14.12.95 |
Der
Daytoner Friedensvertrag wird in Paris unterzeichnet. |
| Ende
Dez. '95 |
Erste
IFOR-Truppen treffen in Kroatien und in Bosnien und Herzegowina
ein. |
| Januar
'96 |
IFOR-Truppen
entdecken Massengräber um Srebrenica. |
| 28.01.96 |
Erste
im Dayton-Vertrag vereinbarte Gefangenenaustausche
kommen mit dreiwöchiger Verspätung zustande. |
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1 9 9 1 |
| August |
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Die
Bezirkskirche im Dorf Gornje Èivèije (Gemeinde Banja Luka)
wurde beschädigt und ausgeplündert. |
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| September |
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20.09. |
Angriff
auf die Pfarrkirche in Bosanski Aleksandrovac (Gemeinde Lakta¹i). |
| -
21.09. |
Schwerer
tätlicher Angriff auf den Pfarrer und das Pfarrpersonal der
Pfarrei Bosanska Gradi¹ka, Durchsuchung des Pfarrhauses. |
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In
der Pfarrei wurden 4 unschuldige Katholiken ermordet und zwei
katholische Häuser durch Sprengung vollständig zerstört. |
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23.09. |
Angriff
auf die Pfarrkirche in Mahovljani (Gemeinde Lakta¹i); großer
Schaden an der Kirche und am Pfarrhaus. |
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| Oktober |
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02.10. |
Angriff
von Scharfschützen auf das Nonnenkloster in Bosanski Aleksandrovac
(Gemeinde Lakta¹i). |
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08.10. |
Angriff
auf die Pfarrkirche in Nova Topola (Gemeinde Bosanska Gradi¹ka);
Sachschaden. |
| -
24.10. |
Angriff
auf das Pfarrhaus und die Kirche in Trn (Gemeinde Lakta¹i)
- der Pfarrer. Fra Bla¾ Markoviæ, wurde leicht verwundet. |
| -
30.10. |
Zwei
Granaten wurden auf die Pfarrkirche in Nova Topola (Gemeinde
Bosanska Gradi¹ka) abgefeuert; großer Sachschaden. |
| -
30.10. |
Angriff
auf die Kirche in Bosanski Aleksandrovac (Gemeinde Lakta¹i);
Sachschaden. |
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| November |
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| -
08.11. |
Angriff
auf die Filialkirche in Æelinovac (Gemeinde Bosanska Gradi¹ka);
Sachschaden. |
| -
11.11. |
Angriff
auf das Nonnenkloster in Nova Topola. |
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| Dezember |
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| -
02.12. |
Gegen
16.00 Uhr Schüsse auf die Kirche in Bosanski Aleksandrovac;
Sachschaden. |
| -
07.12. |
Angriff
auf das Kloster in Bosanski Aleksandrovac (Gemeinde Lakta¹i);
Sachschaden. |
| -
11.12. |
Schüsse
auf das Pfarrhaus in Bosanski Aleksandrovac. |
| -
14.12. |
Schüsse
aus leichten Feuerwaffen auf die Eingangstür der Pfarrkirche
in Nova Topola (Gemeinde Bosanska Gradi¹ka). |
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27.12. |
Angriff
aus leichten Feuerwaffen auf das Nonnenkloster in Nova Topola
(Gemeinde Bosanska Gradi¹ka); Sachschaden. |
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1 9 9 2 |
| Januar |
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01.01. |
Angriff
aus leichten Feuerwaffen auf das Nonnenkloster in Nova Topola
(Gemeinde Bosanska Gradi¹ka) |
| -
03.01. |
Angriff
aus leichten Feuerwaffen auf das Pfarrhaus in Bosanski Aleksandrovac. |
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| Februar |
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05.02. |
Schändung
des katholischen Friedhofs im Dorf Dolina (Gemeinde Prnjavor). |
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21.02. |
Angriff
aus leichten Feuerwaffen auf die Kirche und das Kloster in
Bosanski Aleksandrovac. |
| -
24.02. |
In
Glamoè (Gemeinde Glamoè) wurde der verdiente Arzt Dr. Alojzije
Kelava ermordet. |
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26.02. |
In
Dolina (Gemeinde Bosanska Gradi¹ka) wurde ein Privathaus in
Brand gesetzt. Darin verbrannte auch der Hausbesitzer, Ilija
Marinoviæ, dem zuvor Kopf und Gliedmaßen abgetrennt worden
waren; drei Häuser katholischer Kroaten wurden vermint; eine
Person wird vermißt. |
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| April |
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Die
Pfarrkirche in Glamoè wurde niedergerissen, die Pfarrwohnung
(Gemeinde Glamoè) schwer beschädigt und verwüstet. |
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12.04. |
Der
Pfarrer aus Glamoè (Gemeinde Glamoè), Zvonimir Matijeviæ,
wurde von Angehörigen des Kniner Korps festgenommen und nach
Knin verschleppt, wo man ihn - obwohl völlig unschuldig -
grausam folterte. Die Ärzte im dortigen Krankenhaus konnten
ihm nur knapp das Leben retten. |
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| Mai |
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Beschädigung der Pfarrkirche in Dolina (Gemeinde Bosanska
Gradi¹ka). |
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Beschädigung der Bezirkskirchen in Gradina und Novo Selo (Gemeinde
Bosanska Gradi¹ka). |
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Bewaffneter Angriff auf den Pfarrer und das Pfarrseelsorgezentrum
in der Pfarrei Banja Luka - Bud¾ak (Gemeinde Banja Luka). |
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12.05. |
Der
Pfarrer aus dem Dorf Dragalovci (Gemeinde Doboj), Marko ©aliæ,
wurde in das Lager "Bare" in Doboj verschleppt,
wo er 80 Tage inhaftiert blieb. Er wurde schwer gefoltert
und erlag später seinen Verletzungen. |
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14.05. |
Die
Garage (und das Auto) und die Wirtschaftsgebäude des griechisch-katholischen
Pfarrers im Zentrum von Banja Luka wurden in Brand gesetzt. |
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